Archiv für das Stichwort ‘Ruhe’

Zur Ruhe kommen

Zur Ruhe kommen oder gleich aufs Abstellgleis, die Hände in den Schoß legen, Kopf in den Sand, aller Sorgen entledigt. In den Spiegel sehen, ohne zu erschrecken, die eigenen Träume träumen, in meiner Haut stecken. Verwegenheit des Denkens an Tagen wie diesem, die man vergisst, noch ehe sie vergangen sind. Die Heimlichtuerei der Dinge aushalten, [...]

Wolken ziehen auf

Wolken ziehen auf, verdunkeln das lichte Blau des Himmels. Ein Vogel im Sinkflug, das Gezwitscher in den Bäumen verstummt. Für einen Augenblick nichts als Stille, vielleicht ein leises Rauschen, als ob der Lärm dieser Welt zu feinem Staub zermahlen wäre. All die Gedanken der Wachenden, die Träume der Schlafenden – ich höre sie: wie man [...]

Ein Reisender

Ein Reisender, der nicht wissen will, wann und wo er ankommt. Der nicht mit dem Finger über die Landkarte fährt, auf der Suche nach einem Quartier für die Nacht. Der nirgends Ruhe findet, nirgends Frieden – außer im Vergessen. Zeit bedeutet ihm nichts, und Ferne ist für ihn nur ein Wort, das er gebraucht wie [...]

Fehl am Platze

Fehl am Platze: der stechende Schmerz deines Lächelns in meiner Brust, so unwirklich, dass ich mich frage, wie ich gestern noch glücklich sein konnte. Das Sonnenlicht deiner Augen – als ob die Welt nicht längst schon viel zu hell wäre. Die Stille im Schatten deiner Schritte, von denen keiner dich zu mir führt oder auch [...]

Nur die Ruhe

Nur die Ruhe, alles ist gut, es gibt keinen Grund sich aufzuregen. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Du hast nichts zu befürchten. Was dich zerreißt, ist bloß ein Wetterumschwung, eine Regenwolke, irgendwo über dem Atlantik. Du bist in Sicherheit, kein Sturm wird dich jemals erreichen, keine Katastrophe wird dich bedrohen. Keine [...]

Stillstand

Stillstand, nichts rührt sich, die Welt wie erstarrt unter der Last meines Schweigens, fast friedlich oder doch nur die Ruhe vor dem Sturm, ich weiß es nicht. Mein Herzschlag verklingt in der Sinnlosigkeit des Augenblicks. Als ob nichts mehr zu erwarten wäre: das Leben auf dem Nullpunkt. Selbst die Zeit steckt fest. Die Zukunft bleibt [...]

Auf der Durchreise

Auf der Durchreise in dieser Stadt, in diesem Leben. Ohne Eile – und doch keine Zeit zum Verweilen. Ein Fremder nur, namenlos, von niemandem erkannt, unsichtbar in der Menschenmenge. Gerade erst angekommen, muss ich schon wieder fort. Kein Ende des Weges in Sicht, kein Ziel, keine letzte Ruhe. Ich besitze nichts außer dem, was ich hinter [...]