Archiv für das Stichwort ‘Weg’

Kein Weg zu weit

Kein Weg zu weit, keine Last zu schwer, kein Sturz zu tief auf meiner Irrfahrt ans Ende der Welt. Der Sonne ins Herz mit einem Lächeln auf den Lippen, die Augen weit geöffnet. Wie lang schon bin ich unterwegs durch die Nacht und das Schweigen? Ohne Rast seit dem Beginn der Zeit. Niemand, der mir [...]

Am Wegesrand

Am Wegesrand all die verlorenen Freunde, all die Vergessenen, Toten, die mir lächelnd nachsehen – ganz ohne Nachsicht. Die mir die Pest an den Hals wünschen oder gleichgültig meinen Namen murmeln. Die sich wundern, warum ich nicht aufgebe, warum ich diesen Weg noch gehe – ohne ein Ziel vor Augen. Diesen Weg, der mich immer [...]

Sieben Leben

Sieben Leben, die du an einer Hand abzählen kannst, um daran zu sterben. Kopfüber tauchst du ins Eiswasser des Vergessens, du öffnest deine Augen in völliger Finsternis, ohne zu wissen, woher du kommst und wohin du gehst. Ein neuer Mensch auf dem Sprung in eine bessere Welt. Sieben Leben, von denen kein einziges genügt, weil [...]

Auf dem Abstellgleis

Auf dem Abstellgleis, am Ende meiner Weisheit, heute schon oder erst in ferner Zukunft – welche Rolle spielt das? Ins Abseits gestellt und vor die Tür gesetzt – eine falsche Bewegung, ein falsches Wort. Ein falscher Gedanke genügt schon, um den Himmel einstürzen zu lassen – aber was kann falsch sein an einem Gedanken? Nach [...]

Fluch oder Segen

Fluch oder Segen – oder vielleicht keines von beiden, bloß die belanglose Gleichgültigkeit tagein und tagaus, das leere Gerede von Sinn und Bedeutung, derselbe Horizont, wohin man auch schaut, der stets gleiche Klang deiner Schritte, wohin du auch gehst, wie weit der Weg auch sein mag, wie nah oder fern dein Ziel. Kein Himmel, der [...]

Irgendwann

Irgendwann hört es auf. An irgendeinem Punkt geht es nicht mehr weiter. Das ist vielleicht noch nicht das Ende, es ist nur vorbei – und dann endgültig. Wer weiß, ob man es überhaupt bemerkt. Man wähnt sich noch unterwegs, hat noch sein Ziel vor Augen, während die Zeit längst stillsteht. Wir sind an einen Weg [...]

Dem Himmel nah

Dem Himmel nah auf meinem Weg durch die Niederungen des Lebens. Wie ein Blinder an der Hand eines Fremden, sehe ich mit Augen, die nichts von dem erkennen, woran mir liegt. Mir selbst ein Unbekannter, dem Lachen auf der Spur, das mir vergangen ist.

Irrfahrt

Irrfahrt durch ein Land ohne Namen, durch eine Gegend ohne Anfang und ohne Ende. Meine Füße tragen mich durch die Fremde, ahnungslos, bringen mich dem Ziel, das ich nicht kenne, näher, Schritt für Schritt. Ich gebe mich dem Unbekannten hin, den Schatten, den Steinen, an einen Weg gekettet, der mir ein Rätsel ist. Bedeutungslos, woher [...]

Die Straße

Die Straße spuckt mich aus, den unscheinbaren Wanderer, dessen Fuß nicht einen einzigen Stein berührt. Alles ist in der Schwebe – selbst mein Straucheln. Kein Weg zu weit, und doch kein Ziel, das ich erreichen könnte. In deinen Augen bin ich nichts weiter als ein Schlafwandler, der in die Zukunft sieht, um Schlimmeres zu verhindern. [...]

Worum es geht

Worum es geht, wenn nichts mehr gesagt werden kann, wenn alles, was ich denke, bloß noch Schaum auf einer Welle ist, Geröll an einem Abhang. Wenn eines Morgens die ganze Welt in Schatten getaucht gebleibt, wenn wir uns durchs Dunkel tasten, niemand mehr den Weg kennt. Wenn nichts mehr zu verschenken ist. Was bleibt von [...]

Immer weiter

Immer weiter, Schritt für Schritt, einen Fuß vor den anderen setzen, gehen, wo längst kein Weg mehr ist, wo niemals einer sein sollte. Die Zeit drängt, gleichgültig und ohne Erbarmen. Kein Blick nach hinten oder zur Seite. Die Vergangenheit ist außer Kraft. Mein Leben auf ausgetretenen Pfaden in völliger Schwebe.

Verschlossen

Verschlossen die Tür, durch die ich eben noch gegangen bin, der Weg zurück versperrt, fast so, als hätte es ihn niemals gegeben. Vergessen meine Herkunft, all die Stationen meines Lebens, die ich hinter mir ließ – wie ausgelöscht. Die Orte, an denen ich blieb, vielleicht nur für eine kurze Weile – von der Landkarte verschwunden. [...]

Ein Anfang

Ein Anfang, irgendwo in der Mitte des Weges. Eine geöffnete Tür auf halber Strecke – ins Unbekannte. Zähle nicht die Schritte, die aus dem Dunkel herausführen, nicht die Steine, die unter deinen Schritten zu schwarzem Staub zerfallen. An diesem Punkt beginnt dein Leben erneut, vielleicht gerade in dem Augenblick, da du dich umschaust, zurückblickst. Woran [...]

Kein Weg

Kein Weg, der mich zu dir führt, keine Straße. Kein Boden unter den Füßen. Meine Schritte verhallen in trüber Leere. Die letzten Sonnenstrahlen zerschneiden den Flug der Vögel. Kein Wind, der mich fortweht, keine Wolke, die mich trägt. Ich sehe die Welt mit den Augen eines Gefangenen. In meiner Hand das sterbende Herz der Stille. [...]

Landschaft aus Klang

Landschaft aus Klang, kaum hörbar, viel zu leise, um gesehen zu werden, Stille, die spürbar wird, Farbe, die dich berührt, ein Weg, der dich mitnimmt in die unwirkliche Welt deiner Abwesenheit. Lieder ohne Worte. Musik, die zu sich selbst findet im Augenblick ihres Verklingens. Der Gesang eines sterbenden Vogels, irgendwo in den Zweigen der Dämmerung.

Klein anfangen

Klein anfangen, um groß zu enden, besser noch: um niemals zu enden. Wenn es geht, soll es weitergehen. Selbst wenn wir unser Ziel erreicht haben, soll der Weg noch nicht zu Ende sein. Wir hören nicht auf, auch wenn alles schon vorbei ist. Besser ist es, wir fangen gar nicht erst an. Zumindest wollen wir [...]

Der lange Weg

Der lange Weg zum kurzen Glück – und zurück: ins dumpfe Treiben der Langeweile und Gleichgültigkeit. Zurück in die Eintönigkeit unseres schwarzen Schlafs. Ins bedeutungslose Dämmern unseres einzigartigen Lebens. Keine Tür, die hinausführt, allenfalls ein flüchtiger Blick aus dem vergitterten Fenster. Wir kommen wieder, kehren an den Ort des Verbrechens zurück, weil wir niemals wirklich [...]

Eine bessere Welt

Eine bessere Welt – es darf geträumt werden. Niemand wird dich auslachen, wenn du es für dich behältst. Niemand wird an dir zweifeln, wenn du dir die Wahrheit verkneifst. Du kannst gehen, wohin du willst, solange du nicht vom Weg abkommst. Du kannst über deinen eigenen Schatten springen, solange die Sonne scheint. Du kannst vergessen, [...]

Stimmen

Stimmen, die mir sagen, was ich tun soll – wenn ich es gar nicht wissen will. Die mir den Weg weisen, überall dort, wo ich nicht bin. Die mir zuflüstern, wie schlimm es um mich bestellt ist. Stimmen, die sich über mich lustig machen, wenn es nichts mehr zu lachen gibt. Die mich anlügen, wenn [...]

Auf der Durchreise

Auf der Durchreise in dieser Stadt, in diesem Leben. Ohne Eile – und doch keine Zeit zum Verweilen. Ein Fremder nur, namenlos, von niemandem erkannt, unsichtbar in der Menschenmenge. Gerade erst angekommen, muss ich schon wieder fort. Kein Ende des Weges in Sicht, kein Ziel, keine letzte Ruhe. Ich besitze nichts außer dem, was ich hinter [...]

Zurück ins Labyrinth

Zurück ins Labyrinth, am roten Faden entlang ins Verderben gepflegter Langeweile. Jeder Weg, der uns hinauszuführen schien, bringt uns tiefer hinein: ins Zentrum unserer Angst. Das ist nicht das Ende der Welt – es ist der Kopf eines Adlers auf dem Rumpf einer Schlange, mit Augen, die im Dunkeln das Wort Verzweiflung an die Wände [...]