Was immer

Was immer du vor mir verbergen willst – ich weiß es längst. Keine Geheimnisse in deinem Nähkästchen, die Leichen in deinem Keller kenne ich mit Namen, die dunklen Winkel deines Verstands habe ich durchleuchtet. Nichts ist mir fremd, was dich bewegt – es bewegt auch mich. Versuche ruhig, dich zu verstellen. Setze deine Maske auf und erzähle mir vom großen Glück, von den Freuden des Lebens, von der Erfüllung deiner Wünsche – ich habe ja alles schon gehört, lange bevor du mich kanntest.

Rache ist süß

Rache ist süß, wenn mit dem neuen Morgen ein anderes Leben beginnt, ein Leben ohne Angst, ohne den Nebel des Misstrauens. Wer verbirgt sich hinter deiner Maske? Wer steckt in deiner Haut? Wer weint hinter deinem Lachen? Es ist nicht einmal die Wut, die mich umtreibt, nicht der Hass. Wer weiß, am Ende ist es das Vergessen. Was immer auch geschieht, verschwindet in den Abwässern menschlicher Fehlbarkeit. Da ist nichts, wofür zu sterben sich lohnte. Die schwarze Flamme deiner Augen, erloschen unter nächtlichem Himmel.