Stillstand

Stillstand, nichts rührt sich, die Welt wie erstarrt unter der Last meines Schweigens, fast friedlich oder doch nur die Ruhe vor dem Sturm, ich weiß es nicht. Mein Herzschlag verklingt in der Sinnlosigkeit des Augenblicks. Als ob nichts mehr zu erwarten wäre: das Leben auf dem Nullpunkt. Selbst die Zeit steckt fest. Die Zukunft bleibt aus – und das ist erst der Anfang.

Ohne Warnung

Ohne Warnung ging dieser Tag zu Ende, beinahe wie ein Film, von dem ich nicht sagen kann, ob es ein guter oder schlechter Film gewesen ist – vielleicht nur ein Zeitvertreib oder ein Ablenkungsmanöver. Ein heimlicher Versuch, diese Welt zu verlassen, ohne sterben zu müssen. In Wirklichkeit bin ich gestorben, wenigstens ein bisschen, und es macht mir nichts aus. Ich spüre, dass etwas anders ist, aber das stört mich nicht, weil es unbedeutend bleibt. Die Sinnlosigkeit ist immer dieselbe, darüber täuscht selbst mein gespielter Tod nicht hinweg.

Kaum zu glauben

Kaum zu glauben, dass ein Tag dem anderen folgt, es ist so sinnlos, so entmutigend, neu zu beginnen, nachdem man alles gegeben hat. Wir schreiten munter voran mit dieser Sinnlosigkeit als Gepäck und wundern uns, dass wir nicht vom Fleck kommen. Was macht uns eigentlich zu dem, was wir sind: diese Sinnlosigkeit oder unsere Verwunderung darüber? Oder ist es unser Trotz, der angesichts unseres Tretmühlendaseins ein fröhliches Lied anstimmt?